Pistaziencreme zu Hause herzustellen ist vor allem eine Geduldsübung mit dem Mixer. Die Pistazien geben nach und nach ihr eigenes Öl frei: erst entstehen Krümel, dann Mehl und schließlich eine Paste. Zu viel Flüssigkeit am Anfang wirkt zwar hilfreich, kann aber eine wirklich glatte Konsistenz erschweren.
Zutaten für ein Glas
200 g ungesalzene geschälte Pistazien, 80 g Puderzucker, 80-100 g gute weiße Schokolade und etwa 50-80 ml warme Milch, die nach und nach hinzugegeben wird. Eine kleine Prise Salz verhindert, dass die Süße eindimensional wirkt.
Rösten oder nicht?
Sehr leichtes Rösten verstärkt den Duft, macht die Farbe aber dunkler und verändert den frischen Geschmack. Pistazien können wenige Minuten sanft erwärmt oder natur verwendet werden. Ein leuchtendes Grün und ein kräftig geröstetes Aroma gleichzeitig sind meist schwer zu erreichen.
Erst bis zur Paste mixen
Pistazien zunächst allein in Intervallen verarbeiten und zwischendurch die Ränder abstreifen. Aus Mehl entstehen langsam Klumpen und schließlich eine Paste. Erst dann Puderzucker und geschmolzene weiße Schokolade zugeben. Warme Milch zuletzt in kleinen Mengen einarbeiten, bis die gewünschte Dichte erreicht ist.
Warum selbst gemachte Creme nicht fluoreszierend grün ist
Natürliche Pistazien enthalten grüne, gelbliche und durch die Haut bräunliche Töne. Mit Schokolade und Milch wird das Grün zusätzlich heller. Das ist normal. Entscheidend ist der Geschmack nach Pistazie und nicht eine Farbe wie bei einem Textmarker.
Aufbewahrung
Diese Hausversion enthält Milch und ist keine industriell haltbare Creme für den Vorratsschrank. Sauber abgefüllt im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen. Vor dem Essen kurz temperieren, da die Creme kalt deutlich fester ist.
Fertige Alternative
Sicilia Agrumi bietet außerdem eine Pistaziencreme für Frühstück, Backen und Füllungen an. Zu Hause liegt der Vorteil vor allem in der Kontrolle: flüssiger für Desserts, dichter für Kekse und Torten.



